In einem Artikel der MAZ unter dem Titel „Schulen: Zwei lernen aus einem Buch„ wird die aktuelle Situation an einigen Brandenburger Schulen gut beschrieben.
So heißt es z.B.:
Schüler der 5. Klasse brauchen acht Bücher. Das billigste, ein Wirtschaftsbuch, kostet 12,50 Euro, das teuerste, ein Geschichtsbuch, 20,95 Euro. Das Land sieht ab Klasse 5 nur 62 Euro Büchergeld pro Schüler vor.
Es liegt also allein am Einkommen der Eltern, ob ein Schüler alle seine Schulbücher im Einzelnen bekommt. Allein mit dieser Tatsache ist nachgewiesen, dass die Trennung von gesellschaftlichen Fragen im Allgemeinen, Fragen der Wirtschaftsform und der Ausrichtung des Bildungssystems auf selbige immer zu beachten sind wenn es um die Diskussion des Bildungssystems geht.
Insofern kann man ruhig noch einmal die Kritik am Brandenburgischen Landesschülerrat und seiner Ablehnung des Bildungsstreikes hier einbringen und wiederholen, die ja eine Vermischung von Gesellschaftskritik mit der Kritik des Bildungssystems als nicht hinnehmbar interpretierten.
Festzuhalten bleibt, dass das Land (Sprecher des Bildungsministeriums) meint: „Ich zweifle, dass es jetzt wieder Handlungsbedarf gibt“.
Wir zweifeln an der Kompetenz der Verantwortlichen.
Wobei das falsch ist. Wir denken durchaus, dass das Problem bekannt ist und erkannt wurde und man sich trotzdem verweigert, was weit schlimmer ist!
Presseschau:
Schulen: Zwei lernen aus einem Buch
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